Containertunnel – sicher durch die Baustelle

Baustellen stehen nicht nur für Lärm, sondern auch für Schmutz und die Gefahr herabstürzender Gegenstände. Dafür gibt es eine ebenso einfache wie günstige Lösung: Containertunnel – Tunnelboxen, die sowohl von Fußgängern als auch Radfahrern genutzt werden können, um gefahrenlos Baustellen passieren zu können. Doch auch bei Kunstprojekten kommen diese Konstruktionen zum Einsatz.

Doppeltüren machen’s möglich

Containertunnel sind eigentlich keine richtigen Tunnel, sondern vielmehr oberirdische Durchgänge, die je nach Bedarf verschoben werden können, z.B. wenn die Baustelle „weiterwandert“. Sie schützen Fußgänger und Fahrradfahrer vor dem Baustellenschmutz und den typischen Gefahren einer Baustelle. In der Regel reicht dafür ein Container, es ist aber auch möglich, verlängerte Tunnel durch das Zusammenstellen mehrerer Container zu erstellen.

Für die Containertunnel werden sogenannte Double-Door-Seecontainer oder herkömmliche Bürocontainer mit Vorder- und Hintertüren verwendet. Die Türen lassen sich an beiden Seiten aushängen und machen den Container folglich mit wenigen Handgriffen zum Tunnel. Eine zusätzliche Beleuchtung des Tunnelinneren ist ebenfalls möglich.

Mit den praktischen Containertunneln lassen sich auch Eingangsbereiche, z.B. bei Einkaufscentern oder Bürokomplexen sehr gut schützen, wenn Arbeiten an der Fassade durchgeführt werden. Dadurch wird nicht nur die Sicherheit von Mitarbeitern, Besuchern oder Einkäufern gewährleistet, sondern auch die Sauberkeit im Gebäude.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Container-Tunnel

Container-Tunnel sind nicht nur praktische Durchgänge für Baustellen, sondern auch Teil künstlerischer Ausstellungen. So geschehen bei der Kunstausstellung „The Journey“, die 2007 am Trafalgar Square in London stattfand. Hier wurde in den sieben hintereinander aufgestellten Containern der Menschenhandel thematisiert, wobei die beengte Container-Tunnel-Wirkung natürlich beabsichtigt war. Diese Ausstellung wurde nach London noch in vielen weiteren Großstädten gezeigt, u.a. in New York und Wien.

Ein weiteres Beispiel für den künstlerischen Containertunnel-Einsatz ist die Theaterinstallation „The Crash of the Elysium“, das auf der berühmten Fernsehserie Dr. Who basiert. Mehrere Zelte stehen jeweils für die unterschiedlichen Epochen, in denen Dr. Who unterwegs ist. Die Zeitreise, also der Wechsel zwischen den Zelten, wird über die Containertunnel realisiert.

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